Digitale Fabrik in der Automotive Branche

Digitale Fabrik in der Automotive Branche

Ausgangslage

Eine Digitale Fabrik stand in der Automobil-Industrie zu Beginn stellvertretend für die Idee, den Lebenszyklus von Fahrzeugen von  der Produktidee bis zum Serienanlauf simulieren zu können.

Der Aufbau von Simulationsdaten ist teuer. Dennoch sind die Investitionen im Vergleich zu Fehlern in der Anlauf- und Serienproduktion wirtschaftlich. Nicht zuletzt deshalb, da Fehlerquellen und Risiken vor deren Eintritt erkannt werden können.

Die Umsetzung so gewonnener Erkenntnisse erfordern sowohl digitale Transformation als auch organisatorischen Wandel.

Anforderungsmanagement

Erfolgreiche Produktionsunternehmen sind stolz auf Ihrer Errungenschaften und Erfahrung. Demzufolge haben es Berater schwer, bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen.

Etablierte Experten im Fachbereich unterstützen die Untersuchung Ihrer gelebten Prozesse nicht selten Argwohn. Der Einsatz von digitalen Werkzeugen und die Neugestaltung von Prozessen wird eher belächelt als begrüßt.

Um aus bestehenden Prozessen die Zukunft gestalten zu können, müssen Berater im Anforderungsmanagement deshalb Erfahrung und Empathie mitbringen.

UX-Design

Im UX-Design wird die Interaktion von Benutzern mit Systemen gestaltet. Das Ziel ist die intuitive Abbildung von Arbeitsabläufen am Bildschirm.

Digitale Fabrik Werkzeuge sind nicht selten komplex. Deshalb brauchen Tools besonderen Fokus auf einfache Erlernbarkeit und Bedienung.

Eine besondere Herausforderung an die Werkzeuge ist dabei die Anforderung, dass sowohl aktuell gelebte als auch zukünftig geplante Prozesse unterstützt werden müssen.

Change Management 

Der Einsatz von digitalen Fabriken erfordert nicht nur die Bereitstellung technischer Tools. Diese Werkzeuge verändern die bestehenden Arbeitsprozesse und Anforderungen an die Anwender.

Der Erfolg von technischen Projekte hängt entscheidend von begleitendem Change Management in der Organisation ab.

Menschen in der Veränderung mitzunehmen und im Wandel neu auszurichten ist eine Randbedingung für eine erfolgreiche Digitale Fabrik.

Technologie

In diesem Projekt wurde Siemens Tecnomatix als Basis gewählt und in mehreren Stufen im Unternehmen eingeführt.

Entgegen aller Hoffnung liefert die Software keinen Idealprozess, sondern lediglich einen Baukasten. Praktisch wurde also keine Standard-Software eingeführt. Vielmehr wurde auf Basis eines Frameworks eine Software entwickelt.

Beratung

Im beschriebenen Projekt hatten wir über mehrere Jahre folgende Themen beraten

  • Aufbau von schlanken Projektorganisationen mit SAFe
  • Einführung eines BI-Reportings für Projekt-Organisationen
  • Innovation in Collaboration und Informations-Management
  • Verbesserung der Effizienz, Kosten und Wertschöpfung
  • Identifikation und Behebung von Prozesslücken in der aktuellen Projekt-Organisation und an Fachbereichs-Schnittstellen
  • Steuerung der Kommunikation zwischen Fachbereichen und IT-Projekten
  • Einführung von Software- und DevOps-Prozessen
  • Markenübergreifende Koordination von Anforderungen
  • Entwurf und Einführung von kontinuierlicher Verbesserung für IT-Systeme und Planungsprozesse

In weiterführenden Schritten wurden dann weitere Gewerke im Bereich Karosseriebau und PLM unterstützt

Der Nutzen

Digitale Fabrik, von der Produktidee bis zum Serienauslauf, ist der Traum jedes Automobil OEMs. Durchgängige Prozesse versprechen eine stabile, sichere und kostengünstigere Planung, Entwicklung und Produktion.

Neben Kostenvorteilen liefern digitale Werkzeuge auch einen Schutz vor Wissensverlust im Verlauf des Generationen-Wechsels.

Die Standardisierung von Prozessen und Logistik liefert im Idealfall die Grundlage zur Entwicklung von Fabrik-BluePrints.