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Was steckt hinter Projekt Madeira

Projekt  Madeira ist in Europa noch nicht öffentlich verfügbar.  Wir haben dennoch einen Blick hinter die Kulissen geworfen, um die Eignung des neuesten Small Business ERP von Microsoft für den Schweizer und den Deutschen KMU Markt zu untersuchen.

Oh Mann. Noch ein ERP System.

Wer jetzt schon stöhnt hat sicher allen Grund dazu, denn der ERP Dschungel für KMU ist so schon unübersichtlich schwer zu durchforsten.

Projekt Madeira macht jedoch von Beginn an vieles richtig, was in KMU besondere Akzeptanz finden wird. Es ist einfach zu verstehen. Einfach zu bedienen. Im Browser und in Outlook verfügbar. Und wird so ganz sicher im Office 365 Ökosystem sehr schnell eine große Fan-Gemeinde finden.

Projekt Madeira Homescreen

KMU-Anforderungen auf den Punkt gebracht

Kleine und mittelgroße Unternehmen brauchen oft nicht viel, um Ihre Kunden zu bedienen. Angebote, Bestellungen, Rechnungen einfach erstellen, per E-Mail versenden oder als Dokument drucken und ablegen.

Für Lieferanten will man oft nur Eingangsrechnungen managen und ein einfaches Reporting haben, das ad hoc zur Verfügung steht.

Die ganzen Buchhaltungaufgaben möchte man am liebsten auch nebenher erledigt haben, in dem man den Beleg-Fluss für ein- und ausgehende Belege im Hintergrund mit den Bankbelegen abgleichen lässt.

Obwohl die Oberfläche und Bedienung sofort verständlich ist und alles da zu sein scheint, was man auf den ersten Blick sucht, kann Madeira bei genauerem Hinsehen noch viel mehr.

Projekt Madeira mit Überraschungen

Wer sich Zeit für einen zweiten oder dritten Blick erlaubt, wird unter der Haube ganz schön überrascht. Wenigstens mir ging es so.

Der Ribbon

Unter dem Button “Process Payments” versteckt sich ein automatisierter Abgleich der Bankkonten mit den Kunden- oder Lieferantenbelegen. Wie gut das mit Deutschen und Schweizer Konten funktionieren wird kann ich (noch) nicht sagen, theoretisch werden aber mindestens die auch bei uns üblichen Datenaustausch-Formate für Kontoauszüge unterstützt.

Unter dem Button Financial Statements findet man “Balance Sheet”, “Income Statement”, “Statement of Cash flows” und “Statement of Retained Earnings”. Das ist nicht nur nützlich, sondern erfordert auch, dass eine “richtige Buchhaltung” irgendwo stattfinden muss. Das hat mich neugierig gemacht, das bisher nirgends auch nur der Anschein von operativer Buchhaltung ans Tageslicht getreten war.

Also klicke ich mal auf “Company Settings”. Erst mal ist mächtig Stille bei mir im Office. Die allgemeinen Settings sind es nicht, die mich überraschen. Im Gegenteil, auf den ersten Blick fällt mir auf, dass man nur eine Kontenverbindung erfassen kann.

Projekt Madeira Ribbon

Wählbare User Experience

Überrascht bin ich aber vom Abschnitt “User Experience”. Dort kann man nämlich wählen zwischen

  • “Basic”
  • “Basic with Relationship Management” und
  • “Suite”

Wechselt man das User Experience Modell, muss man sich abmelden und neu anmelden, um das gewählte Modell zu laden.

Noch mehr Einstellungen

Bevor ich jedoch zur Suite wechsle, möchte ich noch erwähnen, dass im Ribbon der Company Settings echt was los ist:

  • Ein vollständig integrierter Reportbuilder mit einer unendlich erscheinenden Anzahl an fertigen Standard-Reports
  • Ein Button “General Ledger Setup”, der im Detail eine beeindruckende, vollständig konfigurierbare Buchhaltung für im Hintergrund laufende Buchungen enthält
  • Ein Button “No. Series”, der eine frei konfigurierbare Verwaltung für automatisch erzeugte Nummern, die sogar Relationen zwischen Nummernkreisen ermöglicht
  • Ein Button “Users”, der eine komplette User- und Berechtigungsverwaltung enthält, die einen automatischen Abgleich mit O365 Usern ermöglicht
  • Ein Button “Zip Codes”, der ein Postleitzahlen-Verzeichnis bereitstellt

Ich bin in der Zwischenzeit ziemlich beeindruckt, was unter der Haube dieses extrem einfach zu verstehenden und zu bedienenden Systems alles zur Verfügung steht.. Und ich habe weder alle Ribbon Buttons ausprobiert, noch habe bisher den Wechsel zur Suite gemacht.

Projekt Madeira Buchhaltungs-Setup

Automation und Services

Also, bevor ich zur Suite wechsle, schaue ich jetzt noch die beiden letzten Ribbon Buttons an:

  • “Assisted Setup & Tasks” und
  • “Services & Extensions”

Ok, also los zu “Assisted Setup & Tasks”:

Wenn man mit der Maus über die Ribbon-Buttons hovered, erscheint eine Kurzinfo als Pop-up. Dort steht, dass es hier Assistenten und Freigabe-Workflows gibt, die einen durch das System-Setup leiten werden. Im Detail sehe ich dann, dass ich derzeit offenbar nur einen geringen Auszug dessen konfiguriert habe, was das System unterstützen könnten.

Aktuell habe ich wohl die Firmen-Grunddaten und die Office Add-Ins aktiviert. Und ich nutze Madeira bereits innerhalb von Outlook, obwohl ich das E-Mail-Setup im System noch nicht einmal angefasst habe.

Interessant ist hier, dass das System Freigabe-Workflows unterstützt, die man Assistentengeführt erstellen kann, um Veränderungen im System (wie z.B. die Anlage oder Veränderung von Werten, Dokumenten, Datensätzen etc. ) durch einen Freigabeprozess zu steuern.

Das ist ziemlich cool.

Jetzt noch kurz den Button “Services & Extensions” geklickt.

Dort findet man die beiden Menüpunkte “Project Madeira Extensions”, die man für nochmals erweiterte Funktionen des Systems installieren kann.

Bei den Extensions gibt es derzeit nur 8 Erweiterungen, aber das scheint ein Marktplatz zu sein, der sich sicher mit dem öffentlichen Launch von Madeira schnell füllen wird. Interessant ist natürlich die Extension “Azure Event Emitter” – denn darüber ist im Grunde alles ansprechbar, was über den Azure Servicebus erreichbar ist. Also quasi ALLES.

Dass dieser Dienst schon aktiviert ist verwundert mich nicht, denn darüber werden alle Services, die unter dem Menüpunkt “Service Connections” angebunden.

Die Anbindung externer Dienste für z.B. Postleitzahlen, Währungsupdates, Microsoft social Engagement oder E-Banking Integration kann so einfach per Webservice-Aufruf umgesetzt werden.

Fazit kurz vor dem Wechsel zur Suite

Als ich den ersten Blick auf Madeira geworfen habe, habe ich im ersten Moment gedacht, dass das Interface hübsch und die Integration mit O365 cool ist. Beim ersten rumklicken und der Nutzung der Outlook-Integration fand ich die Umsetzung ziemlich gut, wenn auch alles erst einmal sehr einfach ausgesehen hat. Um genauer zu sein: Zu einfach.

Nachdem ich nun etwas mehr Zeit mit Madeira verbracht habe, bin ich ziemlich beeindruckt, wie toll die einfache Bedienung mit der nahtlosen Integration in O365 und Outlook funktioniert und wie vollständig das System ein typisches KMU wirklich abbilden kann.

Ein CRM ist nicht enthalten. Das System deckt aber den vollständigen Belegkreislauf ab der Angebotserstellung ab, was für viele KMU völlig ausreichend ist. Und wer mehr will, der kann über Services und Extensions alles anbinden, was ggf. im System nicht drin ist.

Und dann gibt es ja noch PowerApps, Flow und Dynamics CRM Online, die man im O365 Stack einfach mitbuchen kann.

Achso..Madeira Suite .. Das machen wir das nächste Mal, wenn sich jemand für diesen Artikel interessieren sollte….

r.gros
CEO at EFEXCON AG
Ich schreibe über Customer Relationship Management (CRM), Customer Service, Customer Journey, Inbound Marketing, Content Marketing, Social Media, Software, SharePoint, Office 365, über Projekterfahrungen, Projekt-Turnarounds und Startups.
Ansonsten bin ich Trailrunner, Mountainbiker, Zuhörer, Erzähler, Startup-Macher und CEO
2016-10-20T21:27:21+00:00